YPJ gedenken Hêvî Gabar

9, August. 2020 Sonntag - 08:04

  • „Ihre Persönlichkeit verkörperte die Haltung der freien Frau, dem Weg ihrer gefallenen Freundinnen war sie stets verbunden. Ihr Verlust ist uns eine Direktive, den Kampf zu vergrößern“, teilen die YPJ zum Tod von Gülistan Aksoy (Hêvî Gabar) mit.

Die Generalkommandantur der Frauenverteidigungseinheiten YPJ (Yekîneyên Parastina Jin) hat eine Erklärung im Gedenken an Gülistan Aksoy (Nom de Guerre: Hêvî Gabar) veröffentlicht. Die kurdische Freiheitskämpferin befand sich seit 2017 in medizinischer Behandlung in Berlin. Sie war 2015 bei der Detonation einer vom sogenannten IS gelegten Mine im nordsyrischen Serêkaniyê schwer verletzt worden und musste mehrmals operiert werden. Unter anderem hatte sie Splitter im Kopf. Am 26. Juli ist sie aufgrund ihres geschwächten Zustands einer Erkrankung erlegen.

„In Liebe und Respekt gedenken wir unserer Weggefährtin Hêvî Gabar, die sich der Karawane der Unsterblichen angeschlossen hat. Ihrer Familie und unserem Volk sprechen wir unser aufrichtiges Mitgefühl aus. Hêvî hatte ihr gesamtes Dasein dem Befreiungskampf ihres Volkes gewidmet. Jede Sekunde ihres Lebens war sie für andere eine Quelle der Begeisterung, Moral und Hoffnung. Der Verlust einer entschlossenen und revolutionären Freundin wie Hêvî es war hat tiefe Wunden geschlagen. Wir teilen den Schmerz ihrer Angehörigen und unseres Volkes und sind stolz auf den einzigartigen Mut und Widerstand unserer Freundin. Wie alle unsere gefallenen Gefährtinnen hat auch Hêvî ihre Pflicht der Revolution, den Frauen und ihrer Mitmenschen gegenüber erfolgreich erfüllt und ihren Widerstand an uns übertragen.

So wie Hêvî bereits in der Jugendarbeit, bei der freien Presse und im Kampf um die Freiheit der Frauen eine aktive und entscheidende Rolle spielte, nahm sie dieselbe Funktion auch in Rojava ein. Als die Banden von IS und Al-Nusra mit äußerster Brutalität über Rojava herfielen, sagte sich mit hunderten jungen Menschen auch unsere kämpferische Genossin Hêvî: ‚Ich muss dort sein‘. Es waren die schwierigsten Momente, als sie an der Seite ihres Volkes ein Schutzschild gegen die Besatzung wurde. Hêvi hatte ihr Gesicht gen Rojava gewandt. An den vordersten Fronten leistete sie gemeinsam mit anderen Kämpfenden der YPJ und YPG Widerstand gegen die Invasoren. Mutig nahm sie ihren Platz bei den Offensiven für Rojava ein.

Trotz einer Verletzung, die sich Hêvî beim Kampf um Til Koçer hinzugezogen hatte, ließ sie ihre Freundinnen und Freunde nicht hinter sich. Vereint im gemeinsamen Kampf trug sie dazu bei, etliche Angriffe der Invasoren zu vereiteln. 2015 ging sie nach Serêkaniyê, ins Zentrum des Widerstands um Würde. Dort trat sie auf eine von den barbarischen IS-Banden gelegte Mine und wurde schwer verletzt.

ANF

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