Antifaschistisches Gedenken in Berlin

Kultur Nachrichten —

10, November. 2020 Dienstag - 09:12

  • Als Beitrag zur internationalen Woche der Solidarität der Kampagne #RiseUp4Rojava hat die Antifaschistische Koordination 36 in Berlin die Konterfeis von Andrea Wolf, Lorenzo Orsetti, Anna Campbell und Konstantin Gedig plakatiert.

Als Beitrag zur „Internationalen Woche der Solidarität und des Widerstandes“ mit Nord- und Ostsyrien hat die „Antifaschistische Koordination 36“ in Berlin die Konterfeis von Andrea Wolf (Ronahî), Lorenzo Orsetti (Tekoşer Piling), Anna Campbell (Hêlîn Qereçox) und Konstantin Gedig (Andok Cotkar) großflächig plakatiert. Die Aktion fand im Kreuzberger Mehringhof statt. Auch ein Grafitti mit dem Titel Şehîd Namirin (Zu Deutsch: Gefallene sind unsterblich) ist angebracht worden.

Zum Hintergrund der Aktion teilte die AK36 mit: „Ronahî, Tekoşer, Hêlîn und Andok kämpften als antifaschistische Internationalist*innen gegen den türkisch-faschistischen Staat beziehungsweise deren Proxy-Milizen und selbsternannten Gotteskriegern des ‚IS‘. Denen zu gedenken, die im Kampf gegen Ausbeutung, Unterdrückung, Herrschaft, Krieg, Diktatur und Faschismus ihr Leben ließen, muss Teil unserer antifaschistischen Praxis sein.“ Das gelte insbesondere in Zeiten, in welchen Diktaturen und der offen zur Schau getragene Faschismus nicht nur salonfähig werden, sondern bereits sind: „Denn erinnern heißt kämpfen.“

Aktionswoche der Solidarität

Um auf den Kampf für Frauenbefreiung, Basisdemokratie und Ökologie in Nord- und Ostsyrien und deren Bedrohung durch die Türkei aufmerksam zu machen, findet seit letztem Sonntag die Aktionswoche statt. Initiiert wurde das Projekt von der Kampagne Riseup4Rojava, ein Zusammenschluss politischer Gruppen und Organisation aus mehr als sieben Ländern, die die Aktionen koordiniert. 

Mit der Aktionswoche verurteilt die Kampagne die Zusammenarbeit der Bundesrepublik mit der Türkei, die ausgerüstet mit deutschen Waffen in Nord- und Ostsyrien beziehungsweise Rojava und anderen Teilen Kurdistans einen humanistischen, ökologischen und demokratischen Gesellschaftsentwurf bedroht und bekämpft. Mit der Aktionswoche verbunden sind die Forderungen eines sofortigen Endes jeder militärischen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Türkei, eine Aufhebung des PKK-Verbots, die Freiheit von Abdullah Öcalan und die vollständige diplomatische Anerkennung der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien. 

Die Aktionswoche hat jeden Tag ein anderes Thema aufgegriffen. Am heutigen letzten Tag endet die Initiative mit lokalen Gedenken an die Gefallenen im Kampf gegen den sogenannten IS, den türkischen Staat und im Befreiungskampf allgemein. ANF

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